Geschichte des Kaffees

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Literatur

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Blatt der Cofea canefora (robusta)

türkische Buchmalerei, Aquarell, Kaffeehaus mit Tanzknaben, 16./ 17. Jh.
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Blatt der Cofea arabica

Kaffeesiederin, Gäste
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Türken mit Wasserpfeiffe im kaveh chaneh
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London Coffee house
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Blatt der Cofea arabica

Reisebericht des Leonhart Rauwolt, 1582 (Titelblatt)
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Blatt der Cofea canefora (robusta)

Die Geschichte eines Hirten, der den Kaffee entdeckte oder wie Mohamad 40 Nächte 40 Frauen beglückte ...
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Die Geschichte des Kaffees

Die Geschichte des Kaffees ist eine Geschichte seiner Entdeckung, Verbreitung und Soziokulturellen Bedeutung.

Wie genau der Kaffee als Genussmittel, der er zweifellos war und ist entdeckt wurde, liegt im Dunkeln.

Vermutlich wurde im 14. Jahrhundert der Wildkaffee des abessinischen Hochlands von Äthiopien in den Jemen gebracht, wo er an den Berghängen nahe der Stadt Mocca am Roten Meer zum ersten Mal systematisch angebaut wurde.

Möglicherweise stammt der Begriff Kaffe von der äthiopischen Provinz Kaffa, von wo er in den Jemen gelangte.

Wahrscheinlicher stammt er jedoch von arab./ türk. quahwa/ kava, ursprünglich auch mit Wein in Verbindung gebracht, denn es bedeutet berauschend.

Entdeckungsmythen:

1671 schrieb der syrische Philologe Naironi in Rom etwa folgende Geschichte:

Ein Hirte bemerkte, daß seine Ziegen tags wie nachts munter umhersprangen. Berunruhigt von dem Verhalten, ersuchte er bei dem Prior des nahegelegenen Klosters um Rat. Die Mönche konnten einen Strauch ausmachen, von dessen roten Kirschen die Tiere fraßen. Beeindruckt von der belebenden Wirkung der Kirschen, nutzten sie sie von nun an um die nächtlichen religiösen Exerzitien besser zu überstehen.

Im osmanisch-arabischen Kulturkreis wird die annähernd selbe Geschichte erzählt, nur sind es statt der Mönche die Sufis, ein muslimischer Mönchsorden, der sich die belebende Wirkung des Kaffees für seine religiösen Tanzrituale zunutze machte.

Die Kaffeepflanze und Ihre Kirsche wurde möglicherweise zunächst als Heilpflanze betrachtet, der arabische Arzt Ibn-Sina (Avicenna) erwähnte im 11. Jh. in seinem Werk der Arzneimittellehre eine Pflanze namens Bunchum. Später tauchte die Bezeichnung Bunch für die Kaffeepflanze und seine Kirschen auf. 400 Jahre vergingen seither, ohne auf eine Erwähnung von Kaffee als Heilpflanze zu stoßen. Dies scheint indes merkwürdig. Nichtsdestotrotz kann davon ausgegangen werden, daß die Bewohner des abessinischen Hochlands oder Westzentralafrikas, Ursprungsgebiete des Kaffees, die Kaffeekirschen für sich nutzten.

Nachweislich verbreitete sich Kaffee im gesamten Orient erst im 15. Jahrhundert. Zunächst auf der arabischen Halbinsel, von Jemen nach Mekka und Medina und von dort nach Aleppo, Isfahan, Konstantinopel und schließlich nach Indien. Entscheidend war der kulturelle Austausch, der mit den muslimischen Pilgerreisen einherging.

Berichte europäischer Orientreisender:

Kaffee ist der Wein des Islam, wenn auch im 17. Jh. auf dem Mehdan (Hauptplatz) der Stadt Isfahan Wein- und Kaffeeschenken gleichermaßen vertreten waren, wie der Reisebericht des holsteinischen Gesandten, Adam Olearius 1656 feststellte.

Im 17. Jahrhundert tauchte eine Vielzahl von Reiseberichten europäischer Orientreisender auf. Mancher Bericht kann geradezu als Propagandaschrift für den Kaffee gewertet werden, wie die Schrift Jean de la Roques, welche eine Sammlung von Berichten der ersten französischen Expedition (1708 bis 1713) nach Arabien und den Jemen darstellt, an der er selbst nicht teilnahm. Sein Vater, Pierre de la Roque brachte 1644 als Begleiter des Gesandten de la Haye Kaffee und Kaffeegeschirr von Konstantinopel nach Marseille.

Im Anhang von la Roques Bericht findet sich ein Überblick der Geschichte der Entdeckung des Kaffees. Er zitiert aus dem Reisebericht des Arztes und Botanikers Prosper Alpinus aus Padua von 1591, dessen erste Darstellung einer Kaffeepflanze von fast allen Kaffeeschriften seiner Zeit kopiert wurde, und anderer.

Die La Roques Schrift beigefügte Reportage über ein besonderes Ereignis, sollte den Wettstreit der europäischen Mächte um den Kaffeeanbau und -handel einläuten:

Der Bürgermeister von Amsterdam, Nicolaas Witsen schenkte dem Sonnenkönig Ludwig den XIV. ein Kaffeebäumchen, welches in die königlichen Gärten von Paris gepflanzt wurde und den Grundstock französischen Kaffeeanbaus bilden sollte.

Noch ist die Geschichte des Kaffees nicht zuende erzählt, weitere Geschichten werden folgen, wenn auch nicht so ausführlich erzählt, wie es ein Buch leisten könnte. Sie dürfen gespannt sein ....

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Blatt der Cofea canefora (robusta)

Kaffeeverkäufer
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Blatt der Cofea arabica

erste bekannte europäische Darstellung einer Kaffeepflanze nach Alpinus, 1591
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erste erfolgreiche Überführung einer Kaffeepflanze nach Martinique, 1720
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Kaffeeschrift Sylvestre Dufour alias Jacob Spon (?), 1671 (Titelblatt )
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Türken im Kaffeehaus
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Blatt der Cofea arabica

Café á la mode ...
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Blatt der Cofea canefora (robusta)

Kaffee und Erotik
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